Josef Danner




Mich interessiert das Spannungsfeld zwischen der technischen Exaktheit der  Computerbilder und dem Pathos der "expressiv" gemalten Bilder.

* 1955 in Amstetten


Ausstellungs- und Installationsansichten


Publikationen und Texte


Josef Danner Werkkatalog Figure it out Brunnhofer Galerie

Werkkatalog

FIGURE IT OUT 

 

Am Beginn des Werkkataloges des österreichischen Künstlers Josef Danner steht die Serie der Schwarzen Bilder (1989-92) sowie das Künstlerbuch Fragmentarischer Bericht aus Monopolyland mit seinen groß dimensionierten Plakat/Kunst/Projekten im öffentlichen Raum. Josef Danners umfangreiches, von der Pop Art inspiriertes, jedoch immer politisch aussagestarkes Werk entfaltet sich in der Malerei, Zeichnungen, Druckgraphik und Plakaten. Das vorliegende Buch gibt einen Überblick über Arbeitsweisen, Werkserien, Ausstellungen und Projekte und ist somit das erste umfassende Handbuch für das Verständnis der Kontinuität der von Josef Danner bis heute nachdrücklich weitergeführten Werkpositionen.

 

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Eva Maltrovski über Josef Danner


2011 beginnt Josef Danner, informelle Malereien zu überschleifen

und Siebdrucke darüber zu legen. Die abgeschliffenen Leinwände, auf denen verschiedene Farbschichten freigelegt werden, erhalten eine interessante haptische Oberfläche, die gemeinsam mit den komplex und gleichzeitig zeichenhaft aufgebauten grafischen Motiven dem Bild eine neue Tiefe verleiht. Die durch den Bearbeitungsprozess zutage tretenden malerischen Schichten als Pol des Informellen und die durch Siebdruck hinzugefügten grafisch-präzisen Schriftelemente als Pol des Semantischen stellen so eine Ambivalenz zwischen Intuition und Rationalität her.

 

Die Motive folgen der bewährten Methode des Aufeinandertreffens

disparater Elemente zu einem neuen Ganzen. 

Eine Madonna mit Kind entpuppt sich als ein Konstrukt aus diversen Formen elektrischer Steckdosen und Schaltkreise. Strahlenförmig aus einem Zentrum entspringende, sich verbreiternde Textbänder

aus disparaten Satzfragmenten, Slogans etc. erzielen über dem

malerischen Untergrund beinahe sakrale Wirkung. Die technoiden

ikonischen Motive klingen bewusst an dadaistische und futuristische Traditionen an und verleihen den Arbeiten Dynamik.


Schwarze Bilder


Zentral für Josef Danners Serie der “Schwarzen Bilder” und auch der “Schwarzen Drucke” ist ihr "simulierender", spielerischer Charakter, das Erzeugen schwarzer Bilder in "Als ob" Manier, das Durchstöbern formaler Möglichkeiten ,immer auf der Suche nach (für mich) spannenden, noch nicht gesehenen Lösungen in Schwarz. Die Reduktion auf eine (Un)-Farbe zeigt sich als ein weites Feld von Möglichkeiten, sobald man nicht dogmatisch und mit zuviel Respekt herangeht. Und Schwarz erweist sich als farbig! Es handelt sich also nicht um irgendeine Bildüberwindungsstrategie minimalistischer Prägung, vielmehr bleibt der definierte Bildraum bewusst Experimentierfeld für die schwarze Farbe. 

Strange Angels


2001 begann Josef Danner damit, stark emotional besetzte Bilder aus dem Fundus des uns von Tag zu Tag geleitenden medialen Nervenkitzels zu sammeln , einige davon zu scannen und mittels diverser Computerprogramme soweit zu abstrahieren, daß sie eine quasi archetypischen Verdichtung erreichten. Zentral kristallisierte sich die Figur des Feuerwehrmannes als "apokalyptischer Held" und "katastrophischer Schutzengel" heraus. Ich begann eine Serie über diesen Themenkreis zu malen, wobei mich besonders das Spannungsfeld zwischen der technischen Exaktheit der Computerbilder und dem Pathos der "expressiv" gemalten Bilder interessiert.